Barrierefreiheit ist Pflicht: Ist Ihre Website bereit?
Seit dem 28. Juni 2025 müssen die meisten Unternehmen, die über eine Website oder App an Verbraucher verkaufen, diesen Dienst barrierefrei machen. Kleinstunternehmen sind ausgenommen. Hier lesen Sie, was das Gesetz und die Aufsichtsbehörden in den Niederlanden schreiben.
Seit dem 28. Juni 2025 müssen Unternehmen, bei denen Verbraucher über eine Website oder App etwas kaufen, buchen oder einen Vertrag abschließen, diesen Dienst barrierefrei machen. In den Niederlanden steht das im Bürgerlichen Gesetzbuch (Burgerlijk Wetboek), die Aufsicht hat die ACM. Laut ACM muss Ihre Website WCAG 2.1 auf Stufe AA erfüllen, und sie empfiehlt, schon jetzt mit WCAG 2.2 zu arbeiten. Kleinstunternehmen sind ausgenommen.
Geprüft am 3. November 2026 anhand der Quellen am Ende. Dieser Artikel gibt wieder, was das Gesetz und die Aufsichtsbehörden in den Niederlanden schreiben; er dient der Information und ist keine Rechtsberatung.
Was ist der European Accessibility Act?
Der European Accessibility Act (EAA) ist eine europäische Richtlinie aus dem Jahr 2019, die Richtlinie (EU) 2019/882, die seit dem 28. Juni 2025 anzuwenden ist. Das Ziel: Produkte und Dienstleistungen, die Menschen täglich nutzen, vom Onlineshop bis zur Banking-App, für alle nutzbar zu machen, auch für Menschen mit einer Seh-, Hör-, motorischen oder kognitiven Beeinträchtigung.
Jeder Mitgliedstaat musste die Richtlinie in eigenes Recht umsetzen, deshalb unterscheiden sich die Einzelheiten von Land zu Land. In den Niederlanden geschah das mit dem Umsetzungsgesetz zu Barrierefreiheitsanforderungen an Produkte und Dienstleistungen (Implementatiewet toegankelijkheidsvoorschriften producten en diensten, Staatsblad 2024, 87). Für Onlineshops und anderen elektronischen Handel stehen die Regeln in Buch 6 des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuchs (Burgerlijk Wetboek, BW), Artikel 6:230fa bis 6:230fd. Um diese niederländischen Regeln geht es in diesem Artikel.
Gilt das Gesetz für Ihre Website?
Das niederländische Bürgerliche Gesetzbuch beschreibt Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr als Dienstleistungen, die im Fernabsatz über Websites und Dienste auf Mobilgeräten elektronisch und auf individuellen Abruf eines Verbrauchers erbracht werden, mit dem Ziel, einen Vertrag zu schließen. Die niederländische Behörde für Verbraucher und Märkte (ACM) nennt als Beispiele Onlineshops, Buchungsplattformen, Bestell-Apps und Abonnements, und schreibt, dass die Regeln auch gelten, wenn Verbraucher mit ihren personenbezogenen Daten bezahlen. Laut ACM geht es um alle Arten von Websites oder Apps mit einem Angebot für Verbraucher, auch wenn dieses Angebot nur auf einem Teil der Website steht.
| Ihre Situation | Was die Quellen sagen |
|---|---|
| Verbraucher kaufen, buchen oder schließen über Ihre Website oder App einen Vertrag ab | Das ist elektronischer Handel. Die Regeln gelten, die Aufsicht hat die ACM. |
| Sie haben weniger als zehn Beschäftigte, und Ihr Jahresumsatz oder Ihre Jahresbilanzsumme liegt nicht über der Grenze in Artikel 6:230fc Absatz 1 BW | Laut diesem Artikel gilt die Pflicht dann nicht für Sie. |
| Sie haben zehn oder mehr Beschäftigte | Die Regeln gelten. Achtung: Die ACM nennt als Grenze nur den Jahresumsatz, das Gesetz nennt Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme. |
| Sie erbringen Bankdienstleistungen oder Finanzdienstleistungen im elektronischen Handel | Aufsicht durch die niederländische Finanzmarktaufsicht (AFM). |
| Sie bieten E-Books an oder Dienste, die Zugang zu audiovisuellen Mediendiensten geben | Aufsicht durch die niederländische Medienaufsicht (Commissariaat voor de Media). |
| Sie bieten Personenbeförderung per Flugzeug, Bus, Bahn oder Schiff an | Aufsicht durch die Inspektion für Lebensumfeld und Verkehr (Inspectie Leefomgeving en Transport, ILT). |
| Sie stellen Produkte wie Computer, Router oder E-Reader her oder verkaufen sie | Laut ACM ist die niederländische Behörde für digitale Infrastruktur (Rijksinspectie Digitale Infrastructuur, RDI) zuständig. |
| Sie sind eine Behörde oder öffentliche Stelle | Für Websites öffentlicher Stellen gelten eigene Regeln, die dieser Artikel nicht behandelt. |
Die Regeln im niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuch betreffen Dienstleistungen für Verbraucher: natürliche Personen, die außerhalb ihrer gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit handeln. Ob Sie unter die Ausnahme fallen, hängt von der Zahl Ihrer Beschäftigten und von Ihren Geschäftszahlen ab; das kann sich also ändern, wenn Sie wachsen. Laut ACM bleiben Sie als Anbieter für die Barrierefreiheit verantwortlich, auch wenn Sie ein anderes Unternehmen mit dem Bau Ihrer Website oder App beauftragen. Sind Sie unsicher, ob Ihre Website darunterfällt, lesen Sie die Seite der ACM oder fragen Sie einen Juristen.
Was verlangt das Gesetz von Ihrer Website?
Nach Artikel 6:230fb gestalten und erbringen Sie die Dienstleistung gemäß den Barrierefreiheitsanforderungen aus den Anhängen der Richtlinie. Sie stellen die erforderlichen Informationen zusammen, erläutern, wie Ihre Dienstleistung die Anforderungen erfüllt, und stellen diese Informationen schriftlich und mündlich bereit, in einer Form, die auch für Menschen mit Behinderungen zugänglich ist.
Die ACM übersetzt das in die Praxis:
- Maßstab ist WCAG 2.1 auf Stufe AA. Die ACM schreibt, dass im Laufe des Jahres 2026 WCAG 2.2 Stufe AA zum neuen Standard wird, und rät, schon jetzt damit zu arbeiten.
- Eine Barrierefreiheitserklärung, leicht zu finden und selbst barrierefrei. Darin beschreiben Sie, wie die Dienstleistung funktioniert, wie das mit Hilfsmitteln geht und wie Sie die Regeln erfüllen. Die Erklärung muss auch mündlich verfügbar sein, zum Beispiel als Audiodatei.
- Ein Helpdesk, der Auskunft über Barrierefreiheit geben kann.
- Kein Zertifikat und kein Audit vorgeschrieben. Sie müssen die Anforderungen erfüllen, nicht ein Gütesiegel besitzen.
Ondernemersplein, das Informationsportal der niederländischen Regierung für Unternehmen, und die ACM nennen für den elektronischen Handel zwei zusätzliche Regeln: Informieren Sie über die Barrierefreiheit dessen, was Sie verkaufen, und sorgen Sie dafür, dass digitales Unterschreiben, Anmelden und Bezahlen barrierefrei sind. Nach Artikel 6:230fb sorgen Sie außerdem für Verfahren, mit denen die Dienstleistung barrierefrei bleibt.
Wie schreiben Sie eine gute Barrierefreiheitserklärung?
Die Quellen sagen, was hineingehört; wie Sie sie nützlich machen, liegt bei Ihnen. Was wir empfehlen:
- Welche Richtlinie Sie befolgen und auf welcher Stufe, zum Beispiel WCAG 2.2 AA.
- Wie Sie prüfen: selbst oder mit einem externen Partner, mit welchen Werkzeugen und wann zuletzt.
- Was noch nicht gut funktioniert, ehrlich benannt, und wann Sie es beheben.
- Wie jemand ein Problem meldet und innerhalb welcher Frist Sie reagieren.
- Wie der wichtigste Weg mit Hilfsmitteln funktioniert, etwa mit einem Screenreader oder nur mit der Tastatur.
- Das Datum der letzten Überarbeitung.
Stellen Sie die Erklärung an einen festen Ort, zum Beispiel in die Fußzeile jeder Seite, und sorgen Sie dafür, dass Ihr Helpdesk weiß, dass es sie gibt.
WCAG selbst beruht auf vier Prinzipien. Konkret bedeutet das unter anderem:
- Wahrnehmbar: ausreichender Farbkontrast, Textalternativen für Bilder, Untertitel bei Videos.
- Bedienbar: Alles funktioniert allein mit der Tastatur, der Fokus ist sichtbar, keine Inhalte, die nur mit der Maus erreichbar sind.
- Verständlich: klare Beschriftungen in Formularen, Fehlermeldungen, die erklären, was genau falsch ist, eine vorhersehbare Navigation.
- Robust: Der Code der Seite ist korrekt, sodass Screenreader und andere Hilfsmittel die Seite lesen können.
WCAG 2.1 oder 2.2: Welche Version gilt?
Hinter der WCAG-Anforderung steht eine europäische Norm, die EN 301 549. Laut der irischen National Disability Authority (NDA), die an der neuen Fassung mitgearbeitet hat, ist am 2. September 2026 die Version 4.1.1 dieser Norm erschienen, auf Grundlage von WCAG 2.2 auf Stufe AA. Die NDA schreibt, dass diese Version erst rechtlich gilt, wenn die Europäische Kommission ihre Fundstelle im Amtsblatt der EU veröffentlicht, voraussichtlich am 16. Dezember 2026, und dass bis dahin die Version 3.2.1 aus dem Jahr 2021 gilt, die auf WCAG 2.1 beruht.
Nach Artikel 6:230fd BW wird vermutet, dass eine Dienstleistung die Anforderungen erfüllt, wenn sie harmonisierten Normen für diese Richtlinie entspricht, deren Fundstellen im Amtsblatt veröffentlicht sind. Laut W3C sind die Anforderungen aus WCAG 2.0 und 2.1 in WCAG 2.2 nahezu gleich geblieben, mit einer Ausnahme: Das Erfolgskriterium 4.1.1 (Parsing) ist entfallen. WCAG 2.2 ist seit dem 5. Oktober 2023 eine Empfehlung des W3C und fügt auf Stufe A und AA sechs Anforderungen hinzu (die deutschen Bezeichnungen sind unsere eigene Übersetzung):
| Anforderung | Stufe | Was sie verlangt | So prüfen Sie es selbst |
|---|---|---|---|
| 2.4.11 Fokus nicht verdeckt | AA | Was per Tastatur den Fokus hat, bleibt mindestens teilweise sichtbar | Gehen Sie mit Tab durch die Seite: Verschwindet der Fokus jemals hinter einer festen Leiste oder einem Cookie-Hinweis? |
| 2.5.7 Ziehbewegungen | AA | Alles, was Sie ziehen, geht auch ohne Ziehen, durch Tippen oder Klicken | Schieberegler, Karten, sortierbare Listen: Funktionieren sie auch ohne Ziehen? |
| 2.5.8 Zielgröße (Minimum) | AA | Klickflächen sind mindestens 24 mal 24 CSS-Pixel groß oder haben genug Abstand | Treffen Sie auf Ihrem Smartphone jede Schaltfläche, ohne die daneben zu erwischen? |
| 3.2.6 Hilfe an fester Stelle | A | Hilfe, die auf mehreren Seiten steht, steht immer in derselben Reihenfolge | Stehen Telefon, Chat oder Kontakt auf den Seiten, auf denen sie vorkommen, immer in derselben Reihenfolge? |
| 3.3.7 Nicht doppelt eingeben | A | Was Sie in einem Ablauf schon angegeben haben, wird ausgefüllt oder ist auswählbar | Fragt Ihr Bestellprozess zweimal nach derselben Adresse? |
| 3.3.8 Anmelden ohne Rätsel | AA | Die Anmeldung verlangt keinen Gedächtnistest und kein Rätsel ohne Alternative | Können Sie sich mit Einfügen oder einem Passwortmanager anmelden, ohne Rätsel? |
Wie wir Websites nach diesen Anforderungen bauen und prüfen, lesen Sie auf unserer Seite zur barrierefreien Website.
Was hat die ACM bei Onlineshops gefunden?
Am 24. März 2026 veröffentlichte die ACM Ergebnisse von Tests bei rund 100 der größten niederländischen Onlineshops und den Websites der größten Telekommunikations- und Energieanbieter. Bei 61 Prozent war es unmöglich, mit Hilfstechnologie eine Bestellung aufzugeben. Bei 33 Prozent gab es ernsthafte Probleme: Bestellen ging zwar, kostete aber deutlich mehr Mühe. Als Beispiele nennt die ACM einen Bestellbutton, der nicht mit der Tastatur funktioniert, und ein nicht barrierefreies Rätsel, das prüft, ob Sie ein Mensch sind (ein CAPTCHA).
Die ACM weist die größten Unternehmen, die am schlechtesten abschneiden, auf die Verbesserungspunkte hin, und Unternehmen, die sich nicht ausreichend verbessern, riskieren Maßnahmen der Behörde. In einer Untersuchung im Auftrag der ACM nannten Unternehmen häufig fehlende Zeit, fehlendes Geld und fehlendes technisches Wissen sowie Unklarheit über ihre Pflichten.
Welche Ausnahmen und Übergangsregeln gibt es?
- Keine Übergangsfrist für die Dienstleistung selbst. Laut ACM gelten die Regeln für Dienstleistungen seit dem 28. Juni 2025.
- Ältere Inhalte. Videos, Tonaufnahmen und Dokumente, die Sie vor dem 28. Juni 2025 veröffentlicht haben, müssen Sie laut ACM nicht anpassen; was Sie ab diesem Datum veröffentlichen, muss barrierefrei sein. Auch Archive, die Sie nach diesem Datum nicht mehr aktualisieren, und Inhalte Dritter, die Sie weder beauftragt noch bezahlt haben und nicht verwalten, fallen nicht darunter. Bei einer Karte genügt eine barrierefreie Wegbeschreibung.
- Laufende Verträge. Dienstleistungsverträge, die vor dem 28. Juni 2025 über einen Dienst im elektronischen Handel geschlossen wurden, dürfen unverändert weiterlaufen, bis sie enden, höchstens aber fünf Jahre nach diesem Datum (Artikel 190aa Absatz 3 des Übergangsgesetzes zum neuen Bürgerlichen Gesetzbuch, Overgangswet nieuw Burgerlijk Wetboek).
- Produkte zu Ihrer Dienstleistung. Liefern Sie zu Ihrer Dienstleistung ein Produkt, etwa ein Modem zu einem Internetvertrag, müssen Sie es laut ACM nicht sofort ersetzen, wenn es die Regeln noch nicht erfüllt; das darf bis zum 28. Juni 2030 warten.
- Grundlegende Veränderung oder unverhältnismäßige Belastung. Eine Anforderung gilt nicht, soweit ihre Erfüllung die Dienstleistung grundlegend verändern oder eine unverhältnismäßige Belastung verursachen würde (Artikel 6:230fc Absatz 2). Sie müssen dann trotzdem so viele Regeln wie möglich erfüllen. Zeit- oder Wissensmangel zählt laut ACM nicht, und wer externe Mittel erhält, um barrierefreier zu werden, kann sich nicht auf eine unverhältnismäßige Belastung berufen. Ihre Beurteilung halten Sie in einem Dokument fest; die ACM kann es anfordern.
- Neu beurteilen. Berufen Sie sich auf eine unverhältnismäßige Belastung, erstellen Sie nach Artikel 8a.1 des niederländischen Gesetzes zur Durchsetzung des Verbraucherschutzes (Wet handhaving consumentenbescherming) mindestens alle fünf Jahre eine neue Beurteilung, außerdem wenn sich Ihre Dienstleistung ändert oder die ACM darum bittet. Die Ergebnisse bewahren Sie fünf Jahre auf.
Was, wenn Ihre Website die Anforderungen nicht erfüllt?
Laut ACM melden Sie ein Problem mit kritischen oder ernsten Folgen innerhalb einer Woche und ein Problem mit mäßigen oder geringen Folgen innerhalb eines Monats. Beheben Sie es innerhalb dieser Frist, müssen Sie es nicht melden. In einer Meldung geben Sie an, welche Teile nicht barrierefrei sind und wie schwer das Problem ist, und legen einen Plan bei, wie Sie die Dienstleistung barrierefrei machen. Wer sich auf eine Ausnahme beruft, meldet auch das. Sind Sie in mehreren EU-Ländern tätig, melden Sie sich bei jeder Aufsichtsbehörde.
Verbraucher können Beschwerden einreichen, und die ACM wählt auch selbst Websites für eine Untersuchung aus. Wie die ACM vorgeht, hängt vom Umfang der Probleme ab und von den Schritten, die ein Unternehmen unternimmt. Die Höhe von Bußgeldern nennt die ACM auf dieser Seite nicht.
Es geht um mehr als Aufsicht. Eine nicht barrierefreie Website schließt einen Teil Ihrer Besucher aus. Die ACM schreibt außerdem, dass eine barrierefreie Website oder App die Nutzererfahrung für alle verbessert. Viele Anforderungen, etwa eine klare Struktur, gute Kontraste und logische Überschriften, machen eine Website für jeden Besucher verständlicher.
Wo fangen Sie an?
Beginnen Sie nicht mit einem Tool, sondern mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Lässt sich Ihre Website vollständig mit der Tastatur bedienen? Stimmt die Überschriftenstruktur? Haben Bilder sinnvolle Alternativtexte? Sind Formulare beschriftet? Erst danach automatisieren. Eine Reihenfolge, die sich bewährt hat:
- Wählen Sie Ihre wichtigsten Wege. Bei einem Onlineshop: Produkt suchen, in den Warenkorb legen, bezahlen. Bei einer Buchungsseite: Datum wählen, Daten eingeben, bestätigen.
- Machen Sie den Selbsttest unten auf diesen Wegen, am Computer und auf dem Smartphone.
- Lassen Sie eine automatische Prüfung mitlaufen, etwa das kostenlose Prüfprogramm axe-core. Es findet viele technische Fehler, aber nicht, ob ein Text verständlich oder eine Reihenfolge logisch ist.
- Beheben Sie Fehler an der Quelle. Im Design und im Code selbst, damit es auch stimmt, wenn neue Seiten hinzukommen.
- Schreiben Sie Ihre Barrierefreiheitserklärung, mit dem, was gut ist und was noch nicht, und wann Sie es beheben.
- Bleiben Sie dran. Jede neue Funktion, Kampagne oder Seite kann etwas kaputt machen. Nehmen Sie die Prüfung in Ihre regelmäßige Wartung auf.
Wie testen Sie Ihre eigene Website?
Eine vollständige Prüfung verlangt mehr, aber mit diesen Kontrollen finden Sie die größten Probleme selbst. Nehmen Sie Ihren wichtigsten Weg: von der Startseite bis zur Bestellung, Buchung oder Anfrage.
| Test | Wie | Gut, wenn |
|---|---|---|
| Tastatur | Legen Sie die Maus weg und gehen Sie Ihren ganzen Weg mit Tab und Enter durch | Sie kommen überall hin, auch zum Bestellbutton, und bleiben nirgends hängen |
| Sichtbarer Fokus | Achten Sie bei jedem Tab darauf, wo Sie gerade sind | Sie sehen immer einen deutlichen Rahmen oder eine Markierung, nicht hinter einer Leiste versteckt |
| Kontrast | Prüfen Sie Text und Schaltflächen mit einem Kontrastprüfer | Mindestens 4,5 zu 1 für normalen Text, 3 zu 1 für großen Text |
| Formulare | Klicken Sie auf den Text neben einem Feld und senden Sie ein leeres Formular ab | Jedes Feld hat eine Beschriftung, und die Fehlermeldung sagt, was falsch ist |
| Bilder | Sehen Sie sich den beschreibenden Text (Alt-Text) bei Bildern mit Informationen an | Der Text sagt, was das Bild zeigt; Dekoration hat keine Beschreibung |
| Überschriften | Sehen Sie sich den Aufbau der Überschriften auf einer Seite an | Der Haupttitel steht oben, und die Überschriften folgen logisch aufeinander |
| Vergrößern | Zoomen Sie im Browser, bis der Text doppelt so groß ist | Alles bleibt lesbar und bedienbar, ohne dass Sie bei normalem Text seitlich scrollen müssen |
| Anmelden und Bezahlen | Versuchen Sie, sich mit der Tastatur anzumelden und zu bezahlen | Kein Rätsel ohne Alternative, und Einfügen ins Passwortfeld funktioniert |
| Erklärung | Suchen Sie Ihre Barrierefreiheitserklärung, ausgehend von der Startseite | In wenigen Klicks zu finden und ehrlich über das, was noch nicht gut ist |
Halten Sie fest, was Sie finden. Eine Barrierefreiheitserklärung, die beschreibt, wo Sie stehen, ist ehrlicher und glaubwürdiger als eine, die alles als erfüllt darstellt. Die ACM hat eine Seite mit häufigen Problemen und möglichen Lösungen (auf Niederländisch), und ein UX-Audit berücksichtigt auch die Barrierefreiheit Ihrer wichtigsten Wege.
Wann das nicht gilt
Dieser Artikel behandelt die niederländischen Regeln für den elektronischen Handel mit Verbrauchern. In Deutschland wurde die Richtlinie als Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) umgesetzt, mit eigenen Regeln und Behörden, die dieser Artikel nicht behandelt. Sind Sie in mehreren EU-Ländern tätig, melden Sie sich laut ACM bei der Aufsichtsbehörde jedes Landes. Für Websites öffentlicher Stellen, Bankdienstleistungen, E-Books, Personenbeförderung und physische Produkte gelten andere oder zusätzliche Regeln, die hier nicht ausgeführt sind.
Was wir nicht wissen: ob Ihr Unternehmen unter die Ausnahme für Kleinstunternehmen fällt, ob eine Berufung auf eine unverhältnismäßige Belastung bei Ihnen Erfolg hätte, und ob die neue Fassung der EN 301 549 wirklich am 16. Dezember 2026 im Amtsblatt erscheint; das ist eine Erwartung der NDA. Dieser Artikel dient der Information und ist keine Rechtsberatung. Im Zweifel fragen Sie einen Juristen oder lesen Sie die Seiten der ACM.
Häufige Fragen
Gilt der European Accessibility Act auch für kleine Unternehmen?+
Muss meine Website WCAG 2.2 erfüllen?+
Was gehört in eine Barrierefreiheitserklärung?+
Wer überwacht die Regeln in den Niederlanden?+
Brauche ich ein Audit oder ein Zertifikat?+
Möchten Sie wissen, wo Sie stehen? Lassen Sie uns gemeinsam Ihren wichtigsten Weg durchgehen. Mehr dazu auf unserer Seite zur barrierefreien Website. Sie arbeiten direkt mit Nawid zusammen; für jedes Projekt stellt er ein festes Team von Spezialisten zusammen.
Quellen
Abgerufen am 3. November 2026.
- Staatsblad 2024, 87 (ausgegeben am 15. April 2024): niederländisches Umsetzungsgesetz zu Barrierefreiheitsanforderungen an Produkte und Dienstleistungen, mit Artikel 6:230fa bis 6:230fd BW, Artikel 190aa des Übergangsgesetzes zum neuen BW und Artikel 8a.1 des Gesetzes zur Durchsetzung des Verbraucherschutzes (auf Niederländisch)
- ACM, Barrierefreiheit von Diensten im elektronischen Handel und elektronischen Kommunikationsdiensten (auf Niederländisch)
- ACM, Kunde mit Behinderung kommt bei den meisten großen Onlineshops nicht weiter (24. März 2026, auf Niederländisch)
- ACM, Barrierefreiheitsprobleme in der Praxis (auf Niederländisch)
- Ondernemersplein, Regeln für digitale Barrierefreiheit (auf Niederländisch)
- W3C, What's New in WCAG 2.2 (aktualisiert am 5. Oktober 2023, auf Englisch)
- National Disability Authority (Irland), EN 301 549 V4.1.1 published (Veröffentlichung am 2. September 2026, auf Englisch)
- Empireyo, Barrierefreiheitserklärung
- Empireyo, Referenz ArtsenPool
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